Zhong Kui, der Wächter gegen böse Geister

Zhong Kui (chinesischer Ursprung), in Japan auch als Shōki bekannt, ist eine Figur aus der chinesischen und japanischen Mythologie. Dieser Krieger gilt als Besieger von Geistern und bösen Wesen. Er dafür kann angeblich 80.000 Dämonen befehligen, die ihm zu Hilfe eilen. Diesen Wächtergeist findet man gemalt auf Haushaltstüren, auf Rollbildern im Hausflur gegenüber der Eingangstür und auch an Geschäftsorten, wo hochwertige Güter gehandelt werden

[Quelle: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Zhong_Kui]

Unser Torii und ein wenig Hintergrund

Quelle: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten/Schreine/Torii

Torii

sind das markanteste Kennzeichen eines Shintō-Schreins. Trifft man in Japan auf ein Gebäude mit der schlichten symbolischen Balkenkonstruktion davor, so handelt es sich fast immer um ein shin-tōistisches Heiligtum. Dank ihrer simplen, einprägsamen Form sind torii nicht nur zu einem Symbol des Shintō, sondern zu einem Erkennungszeichen der traditionellen japanischen Kultur schlechthin geworden.

Torii dienen im Allgemeinen dazu, eine symbolische Grenze zwischen Heiligem und Profanem zu markieren. Die prominentesten torii befinden sich daher zumeist am Zugangsweg zu einem Schrein. Auch werden torii häufig hintereinander aufgestellt und können so zu tunnelartigen Gebilden zusammenwachsen. Das extremste Beispiel dafür ist der Fushimi Inari Schrein in Kyōto, dort ist ein ganzer Berg von torii-Tunneln überzogen.

 

Die folgenden Bilder verschiedener Torii in diesem Blog hat Steph auf ihrer Japan Reise fotografiert.

Meiji Schrein, Tokyo

Heian Schrein, Kyoto

Fushimi Inari Schrein in Kyōto

Itsukushima Schrein, Miyajima

Torii des Kazoku-Dojo, erbaut von Berni

TEN CHI JIN im Karate DO

Was verbirgt sich hinter dem Prinzip Ten Chi Jin?

Was bedeutet Gairiki und Nairiki?

Ten Chi Jin bedeutet wörtlich übersetzt: Himmel, Erde, Mensch. Im japanischen Budo geht man davon aus, dass die Energie von oben und unten, also von Himmel und Erde, abgeleitet wird. Der Menschen steht dazwischen als Leitung und Bündelung hin zu einheitlicher Kraft.

Um diese Kräfte zu nutzen bedarf es großem Verständnis und einer langen Zeit des Übens.

Nairiki und Gairiki:

Nai bedeutet innerlich Gai äußerlich, Riki bedeutet Energie, Kraft. Wir sprechen also von der äußerlichen und der innerlichen Energie die wir im Karate Do nutzen. Die Äußerliche Kraft Gairiki können wir uns als physische, muskuläre und technische Kraft vorstellen. Nairiki zu entwickeln, ist ein langer und mühseliger Weg, der eines intensiven Unterrichts von Körper und Geist bedarf. Nur unter diesen Voraussetzungen können wir über unsere körperlichen Grenzen hinausgehen. Nur dann können wir einen sechsten Sinn entwickeln, der uns dazu befähigt einem Angriff vorausschauend, ja vorausahnend zu begegnen. Nur dann sind wir befähigt einen stärkeren Gegner zu besiegen.

Das Konzept von Ten Chi Jin stammt aus China. Das Symbol Ying und Yang stellt deutlich den Gedanken von Himmel, Erde, Mensch dar: Auf der einen Seite befindet sich der Himmel, auf der anderen Seite befindet sich die Erde. Die trennende Linie dazwischen stellt den Menschen dar.

Im Mythos der japanischen Schöpfung stehen die Götter Izanagi und Izanami auf der Brücke zwischen Himmel und Erde und werfen einen diamantbesetzten Speer ins Meer. Als sie ihn wieder heraus ziehen tropft Salzwasser vom Speer. Der Legende nach entsteht die herabfallenden Tropfen die ursprüngliche Landmasse Japans. Auch dies kann als Metapher für Himmel, Erde, Mensch interpretiert werden.

Die Götter im Himmel, erschaffen die Erde unter sich, während sie auf der schwebenden Brücke des Himmels stehen.  Die schwebende Brücke symbolisiert hier den Menschen.

Die Technik Gedan Barai steht ebenfalls für das Prinzip Ten Chi Jiin. Über die Ausholbewegung am Hals und die herabfallende Technik nach unten wird die Verbindung von Himmel und Erde über den ausführenden Menschen erschaffen.

Wieder ein toller Lehrgang in Potsdam

Am 19.01.2019 war es endlich soweit, der erste Lehrgang mit Lothar Ratschke (Kyoshi) startete bei unseren Freunden vom Karate Verein Potsdam 1 Preußen e.V..

Torsten Bonitz und Bernd Bartsch haben mich wieder herzlich empfangen und Bernd war bei zahlreichen Trainingseinheiten wieder ein bewehrter toller Trainingspartner. Mit dem intensiven Training rund um die Katas Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan (incl. der Übungsform Heian Sandan Renshuho) starteten wir in den Lehrgang. Später wurden die Katas Kanku Dai und Sochin intensiv studiert. Lothar Ratschke war wieder voll in seinem Element! Es war deshalb wieder ein toller sehr intensiver Tag mit vielen nützlichen Tipps und zahlreichen neuen interessanten Informationen!

Die rundum gelungene Organisation und Durchführung vom Potsdamer Team rundeten die Veranstaltung ab.

 

domo arigatou gozaimasu

Burkhard Drinkewitz

Burkhard auf dem Weihnachtslehrgang in Erfurt

Vom 30.11.2018 bis zum 01.12.2018 war es wieder soweit, unser Dojo besuchte den Weihnachtslehrgang mit unseren Meistern Lothar Ratschke und Fritz Oblinger in Erfurt. Ich stieß am Samstag dazu und konnte wieder viel lernen. Ich konnte viele Freunde und „alte“ Weggefährten treffen.
 
Insbesondere die Anwendungen zu den Kata Gankaku,  Nijûshihô und Gojūshiho Dai und zahlreiche Partnerübungen und Kombinationen haben wieder viele Anregungen für unseren weiteren Weg bereit gehalten. Das Essen im Waldhaus tat sein übriges und so war es wieder eine Reise wert!
 
Unser Dank gilt allen Helfern, ohne die ein so schöner Lehrgang nicht möglich wäre und an Lothar Ratschke und Fritz Oblinger für Ihre Gedult und Ihr Engagement.
 
 
Bis zum nächsten Mal! Burkhard Drinkewitz

25. Weihnachtsseminar im traditionellen Karate-Do in Erfurt

25. Weihnachtsseminar im traditionellen Karate-Do in Erfurt vom 30.11.bis 02.12.2018 mit Fritz Oblinger und Lothar J. Ratschke
 
 
Dieser Schriftzug begrüßte alle Teilnehmenden mit einem „Willkommen“ im Dojo in Erfurt. Die erste Einheit von Oblinger Kyoshi am Freitag war für 3. Kyu – Dan ausgeschrieben. Das Aufwärmtraining beinhaltete einige Qigong Übungen. Zum Taining wurden viele verschiedene Anwendungen aus der Tekki Nidan erarbeitet . Meister Oblinger ging dabei sehr detailliert auf Kyusho Jitsu Angriffe ein. Kataabfolge: Tekki Shodan, schwerpunktmäßig Tekki Nidan und zum Abschluss Tekki Sandan.
 
Der Samstag begann auf eine ganz besondere Art: Ratschke Kyoshi stellte uns einen seiner Schüler vor, der uns zur Einstimmung etwas auf seinem Cello vorspielte.
 
Darauf folgte eine Einheit für 3.-1. Kyu, in der wir die ersten Sequenzen der Kata Meikyo mit Kyusho Jitsu Anwendungen trainierten. In der zweiten Einheit wurde die Kata Gangaku in Anwendungen erarbeitet. Am Sonntag fand eine Einheit wie bereits am Freitag übergreifend für Braungurte und Danträger statt. Auch hierbei lagen die Vitalpunktanwendungen im Fokus. Dabei wurden eine Reihe von Punkten, ihre Lokalisierung, die Art, wie man sie attackieren sollte, die möglichen Wirkungen und auch die schnelle Aufhebung dieser Wirkungen erläutert. Insgesamt ein spannendes Karatewochenende.
 
Vielen Dank nach Erfurt an das gesamte Dojo-Team!
Stef

Berni in Göttingen – 1. September 2018, Kata & Bunkai Lehrgang

Am 1. September fand ein Lehrgang im Dojo „Budokan-Göttingen“ statt; Kata & Bunkai mit Michael Lechte (6.Dan) und auf dem Programm standen:

  • Heian Nidan für die Unterstufe und
  • Sochin für die Oberstufe.

Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich durfte in der Oberstufe mitmachen. Nach einer kurzen Aufwärmphase hat uns Michael erklärt, dass wir die Kata Sochin durch Bunkai lernen werden. D.h. erst die Anwendung und dann der Ablauf.

Die gezeigten Techniken waren angelehnt an straßenbezogene Selbstbeteiligung. Durch eine sehr gute Ausbildung, die ich in meinem Heimat Dojo genieße, kamen mir viele Kombinationen bereits bekannt vor. Aber es waren auch sehr viele neue Techniken dabei. Michael zeigte zunächst ein paar Kombinationen, die wir anschließend unter seiner Leitung üben mussten. Alle Teilnehmer waren mit ganzem Herzen dabei, so dass die Zeit viel zu schnell verging. Ich persönlich bin um eine Erfahrung reicher.

Euer Berni 

Lehrgang mit Andre Bertel – Mein persönliches Highlight 2018

Am letzen Juni Wochenende (30.06./01.07. 2018) war Andre Bertel in Halle/Westphalen. Als ich die Ausschreibung vor rund einem halben Jahr gesehen habe, meldete ich mich sofort an. Der Lehrgang war Teilnehmer-begrenzt und ich wollte unbedingt einen Platz haben. Bereits einen Tag vorher bin ich angereist und konnte die Nacht entspannt im Hotel verbringen und mich auf den Lehrgang freuen. Ich war tatsächlich ein wenig aufgeregt, denn ich habe mit im Vorfeld recht viele Youtube Videos der vorheriger Lehrgänge von Andre Bertel angeschaut. Und dort ging es zur Sache.

Wer sich mal einige der Youtube Videos der Lehrgänge von Andre Bertel angeschaut hat, bekommt einen guten Eindruck von dem, was ich nun „in Echt“ erleben durfte. Andre geht voll ab … ich habe selten einen Karateka erlebt, der so heftige Techniken an den Mann bringt.

Er begann das Training mit der Ansage: Der Lehrgang ist für Euch. Ich möchte das jeder von Euch etwas mitnimmt, lernt und sein eigenes Niveau anhebt. Zudem hat er mehrfach gesagt, dass man hier nicht mit falschem Ehrgeiz an die Sache herangehen soll. Wenn jemand eine Übung nicht machen kann, z.B. wegen eine kleinen Verletzung, dann sollte man das auf keinem Fall tun.

Am ersten Tag übten im Grunde recht einfache Techniken, also Grundlagen: Choku-Zuki, Oi-Zuki, Gyaku Zuki, Age-Uke … Zenkutsu Dachi usw. Er zeigte uns, was wir „falsch“ machen, bzw. wo man sich verbessern kann und er verriet uns einige kleine Tricks, wie die Technik noch effektiver wird. Wir probten auch immer mit einem Partner, so dass man seine Hinweise direkt ausprobieren konnte. Beispielsweise konnten wir erleben welchen Effekt es hat, wenn man beim Zuki die Hand wirklich erst im letzten Moment dreht. Das hat mir echt gut gefallen und war eindrucksvoll.

Zudem haben wir einige Wurfübungen eingeübt und haben eine Kumite Form kennengelernt, bei des es um Improvisation geht. Das kann man recht realistisch üben und das ist ein wichtiger Punkt in dem Training mit Andre Bertel. Er praktiziert Budo Karate, kein Sport Karate. Alles war er macht und übt soll in der Selbstverteidigung funktionieren. Es gibt Übungen, die einzig und allein dem körperlichen Training, der Koordination, dem Distanzgefühl sowie dem Timing dienen. Und dann gibt es Übungen, die für die Selbstverteidigung geeignet sind. Alle Kumite-Übungen, die wir in der Regel in den Dojos trainieren, gehören zur ersten Gruppe von Übungen und habe selten etwas mit Realismus zu tun.

Eines meiner Ziele für das Wochenende war, dass ich als Trainingspartner von Andre Bertel mal erlebe, wie sich seine Techniken so „anfühlen“. Und so meldete ich mich als Freiwilliger, als er Gyaku-Zukis demonstrieren wollte. Mir war klar, dass das hart wird … aber ich wollte das unbedingt. Und das war schon echt heftig. Er begann mit einer einfachen Form, in dem er „nur die Hüfte“ zur Krafterzeugung einsetzte. Schon der Schlag war nicht so einfach wegzustecken. Die Krönung war, als er den Zuki mit vollem Körpereinsatz demonstrierte. Da blieb mir für einen kurzen Moment die Luft weg, da er sehr dicht am Solarplexus arbeitete. In jedem Fall war es eine Erfahrung. Ich kann also einen Haken an die Erreichung des Ziels machen!

Am Sonntag starteten wir mit einer kurzen Wiederholung und dann beschäftigten wir uns mit Kata. Wir sind alle Heian Katas gelaufen und er hat uns auf typische Probleme hingewiesen und recht wertvolle Tips gegeben, wie wir mit einfachen Mitteln das Niveau jeder Kata steigern können.

Dann hat er uns eine neue Kata beigebracht. Eine sehr alte Kata, die sein Sensei Asai trainiert hat und auf „Kranich Techniken“ basiert. Die Kata heisst Kakioku Sandan. So wie ich das verstanden habe ist es eine sehr alte Kata aus Okinawa. Es wird viel mit offenen Händen gearbeitet … mit den Flügelspitzen des Kranichs. Andre Sensei meinte, dass sich die Kata besonders gut eignen würde, Lockerheit und Schnelligkeit zu trainieren.

In der letzten Einheit hat Andre Sensei noch einige Anwendungen demonstriert, die mich beeindruckt haben. Im Grunde waren es – und das hat er auch immer betont – Grundtechniken, die wir alle trainieren. Er hat diese Techniken in einen anderen Kontext gesetzt und damit den Horizont erweitert.

Am Ende des Lehrgangs ging er durch jede Reihe und hat jeden Teilnehmer mit einem Handschlag verabschiedet. Das hat mir gut gefallen.

Fazit: Ich habe an diesem Wochenende Karate erlebt, wie ich es mir vorstelle. Vorgelebt von einem super Trainier mit einer ganz tollen Ausstrahlung. Wer einmal die Chance hat, einen Lehrgang mit ihm zu besuchen, sollte es tun. Er hat sehr viel erklärt und ich muss das alles erst einmal verarbeiten. Er hat ein enormes Wissen über viele Aspekte jeder einzelnen Technik. Und er hat uns nun ein paar praktische Tips mitgegeben, mit denen wir unser Karate ein wenig verbessern können. Daran werde ich nun in Zukunft arbeiten.

Oss, Markus