Lothar Ratschke Lehrgang in Magdeburg am 06.April 2019

Das wichtigste zuerst: Es war ein super Lehrgang mit tollen Trainern.

Am Samstag, 06.April 2019, hat sich eine kleine Delegation unseres Dojos auf den Weg nach Magdeburg begeben, um am Lehrgang mit Lothar Ratschke und Mathias Witzke teilzunehmen. Von uns waren dabei: Sarah, Stefanie, Philipp, Marian, Burkhard und ich.

Auf dem Programm standen Kata mit Bunkai Übungen, konkret trainierten wir Heian Shodan, Heian Sandan, Empi und Chinte.

Was ist das besondere an einem Lehrgang mit Lothar Ratschke: Lothar erweckt eine Kata quasi zum Leben. Seine Bunkai Demonstrationen sind realistisch und zeigen, was in unserem Karate steckt. Das ist sehr beeindruckend und ich muss sagen, dass mich das Ganze mal wieder sehr begeistert hat. Darüber hinaus reichert Lothar seine Karate Demonstrationen mit historischem Wissen an. Es ist erstaunlich, wieviel er über unsere Kampfkunst Karate, die dazugehörige Kultur und über die Historie des Karate weiß. Er betont auch immer wieder, was er eigentlich alles noch nicht weiß und wieviel mehr es zu entdecken gibt.

In der für Stefanie, Sarah, Philipp, Marian und mich letzte Einheit ging es primär um die Heian Sandan. Ein Einheit leitete Mathias Witzke, der Dojo-Leiter der Sektion Karate des USC Magdeburg. Auch diese Einheit hat mir viel Spaß gemacht. Man kann sagen: Neuer Trainer, neue Perspektive und seine Art der Vermittlung hat mir gut gefallen. Die Bunkai Übungen war einfach … aber doch schwer. Ich hatte das Glück, eine guten Partner zu haben. Ich habe ein paar Dinge über Hebel gelernt, die ich bisher noch nicht kannte.

Fazit des Lehrgangs: Ich war vor kurzem mit Berni zusammen auf dem Andre Bertel Lehrgang. Dort habe ich insbesondere zugehört und viel über die grundlegenden Prinzipien des Karate gelernt. Alles, was ich dort lernte, habe ich bei Lothar wieder erkannt und das fand ich sehr gut. Die Übungen, insbesondere die „Kranich-Techniken“, sind bei beiden zentraler Bestandteil der Karate-Übungen.

Wir haben einige sehr gute Trainier in unserer Region … und wir sollten die Option nutzen, bei und von diesen Trainern zu lernen und alle Fragen zu stellen, die einem einfallen. Das ist wichtig wurde immer wieder betont. Wenn man Fragen stellt, wird auch der Trainer besser, denn er sollte eine sinnvolle Antwort liefern. Wird also nichts gefragt, dann bewegt sich auch nichts.

Geht zu Lehrgängen, bildet Euch weiter und fordert die jeweiligen Trainern mit viele Fragen.

 

Berni und Markus in Freital bei Dresden (André Bertel)

Mein erster Lehrgang mit André Bertel war im Juni 2018. Seit dem bin ich begeistert von seinem Karate und von ihm als Mensch. Um so mehr habe ich Ende letzten Jahres gefreut, als ein weiterer Lehrgang mit ihm in Freital bei Dresden ausgeschrieben war.

Noch mehr habe ich mich darüber gefreut, dass mein Dojo-Kumpel Berni mitkommen wollte. Ich war mir schon bei der Anmeldung sicher, dass es ihn auch gefallen wird. Er konnte es damals aber noch nicht wissen.

Am Freitag, den 15.03.2019 war es soweit. Um 1500 Uhr habe ich Berni abgeholt und wir fuhren Richtung Dresden. Am Abend aßen wir noch zusammen im Hotel und gingen im Anschluss früh schlafen. Start des Lehrgangs war Samstag, 16.03.2019 um 10:00 Uhr. Überpünktlich waren wir vor Ort und bekamen mit, wie sich die Halle langsam füllte und alle zusammen auf den Sensei warteten. Dann kam er endlich. Gut gelaunt begrüßte er die Lehrgangsteilnehmer und es ging los.

Andre Bertel legt viel Wert auf die richtige Ausführung grundlegender Techniken. Er erklärte, dass wir im Karate mit folgenden Prinzipien arbeiten:

  • Rotation
  • Nutzung der Schwerkraft
  • Groundpower
  • Kompression und Expansion

Wir versuchen mit unseren Karate-Techniken diese 4 Prinzipien optimal zu nutzen, um eine maximale Wirkung beim Gegner zu erzielen. In der Regel in Form von Schlägen, Tritten, Würfen und Hebeln.

Auf dieser Grundlage baut Andre seine Seminare auf. Und das sehr anschaulich. Seine Demonstrationen sind sehr beeindruckend und zeigen, dass unser Shotokan Karate (die Grundlage des Asai Karate) eine super Grundlage für effiziente Selbstverteidigung ist.

Andre Bertel betreibt Budo-Karate und er versucht, die alten Ideen, Prinzipien und Techniken der Meister von Okinawa (vor dem 2. Weltkrieg) in sein Karate zu integrieren. Er selber war direkter Schüler von Asai Tetsuhiko, der leider 2006 verstorben ist. Andre Bertel möchte den Asai Stil erhalten und lehrt den Stil seines Meisters auf seinen Seminaren.

Andre Bertel ist ein sehr athletischer Sportler und seine Demonstrationen sind überaus beeindruckend. Daneben ist er aber auch ein sehr guter Lehrer. Er motiviert nicht durch andauernde Kritik, sondern durch Lob und Zuspruch. Das hat mir gefallen und ich glaube, dass das der Weg ist, wie man langfristig in seine Schüler investiert.

Fazit des Lehrgangs:

Für mich definitiv wieder ein Karate-Highlight im Jahr 2019. Besonders toll fand ich, dass mein Kumpel Bernard mit dabei war und wir die Partnerübungen zusammen trainieren konnten. Ich würde mich sehr freuen, wenn im nächsten Jahr – oder beim nächsten Bertel Lehrgang – noch mehr von uns teilnehmen. Es lohnt sich. Ich kann es kaum erwarten wieder mit Sensei Bertel trainieren zu dürfen. Für seinen nächsten Lehrgang bin ich bereis angemeldet 🙂

Markus

Lehrgang mit Shihan Hideo Ochi, 9.Dan am 16.02.2019 in Schöppenstedt

Bericht aus dem Wolfenbütteler Schaufenster vom 17.02.2019

Wie in dem Bericht aus dem Wolfenbütteler Schaufenster vom 17.02.2019 zu lesen ist, empfand  der Trainer des ausrichtenden Vereins es als eine besonders große Ehre, dass Shihan Hideo Ochi nach Schöppenstedt zu Lehrgängen anreist. Auch für mich war es eine Ehre, an diesem Lehrgang teilzunehmen. Niemand weiß, wie lange wir noch die Möglichkeit haben werden, bei den „Altmeistern“ des Shotokan Karates aus Japan zu trainieren. Shihan Hideo Ochi feiert in den nächsten Tagen seinen 79. Geburtstag. Er zeigte in seinem Training, dass sich Humor und Disziplin nicht ausschließen, sondern wunderbar gerade bei jüngeren Trainierenden miteinander kombiniert werden können. Die in der Oberstufe trainierten Kihon-Abfolgen waren sehr einprägsam, Kumiteübungen kamen ebenfalls nicht zu kurz. Bei einigen Katasequenzen wurden unterschiedliche Bewegungen zwischen den beim DKV und DJKB trainierten Techniken deutlich. Hierbei handelt es sich um wenige Techniken und ich hatte das Gefühl, dass Shihan Hideo Ochi diese Unterschiede im Training duldet, denn sie wurden von ihm nicht korrigiert. Wichtig ist mir an der Stelle, dass seine Lehrgänge offen sind für alle Karatebegeisterten und unwichtig ist, welchem Verband sie angehören.

Es war – auch wenn ich mich hier wiederhole – eine Ehre und sehr große Freude, bei ihm zu trainieren. Für alle Interessierten: Am 31.08.2019 richtet der Shotokan Braunschweig e. V. einen Lehrgang mit ihm aus.

Herzlicher Dank dem Karate Dojo FC- Sambleben für die Ausrichtung des Lehrgangs!

Zhong Kui, der Wächter gegen böse Geister

Zhong Kui (chinesischer Ursprung), in Japan auch als Shōki bekannt, ist eine Figur aus der chinesischen und japanischen Mythologie. Dieser Krieger gilt als Besieger von Geistern und bösen Wesen. Er dafür kann angeblich 80.000 Dämonen befehligen, die ihm zu Hilfe eilen. Diesen Wächtergeist findet man gemalt auf Haushaltstüren, auf Rollbildern im Hausflur gegenüber der Eingangstür und auch an Geschäftsorten, wo hochwertige Güter gehandelt werden

[Quelle: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Zhong_Kui]

Unser Torii und ein wenig Hintergrund

Quelle: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten/Schreine/Torii

Torii

sind das markanteste Kennzeichen eines Shintō-Schreins. Trifft man in Japan auf ein Gebäude mit der schlichten symbolischen Balkenkonstruktion davor, so handelt es sich fast immer um ein shin-tōistisches Heiligtum. Dank ihrer simplen, einprägsamen Form sind torii nicht nur zu einem Symbol des Shintō, sondern zu einem Erkennungszeichen der traditionellen japanischen Kultur schlechthin geworden.

Torii dienen im Allgemeinen dazu, eine symbolische Grenze zwischen Heiligem und Profanem zu markieren. Die prominentesten torii befinden sich daher zumeist am Zugangsweg zu einem Schrein. Auch werden torii häufig hintereinander aufgestellt und können so zu tunnelartigen Gebilden zusammenwachsen. Das extremste Beispiel dafür ist der Fushimi Inari Schrein in Kyōto, dort ist ein ganzer Berg von torii-Tunneln überzogen.

 

Die folgenden Bilder verschiedener Torii in diesem Blog hat Steph auf ihrer Japan Reise fotografiert.

Meiji Schrein, Tokyo

Heian Schrein, Kyoto

Fushimi Inari Schrein in Kyōto

Itsukushima Schrein, Miyajima

Torii des Kazoku-Dojo, erbaut von Berni

TEN CHI JIN im Karate DO

Was verbirgt sich hinter dem Prinzip Ten Chi Jin?

Was bedeutet Gairiki und Nairiki?

Ten Chi Jin bedeutet wörtlich übersetzt: Himmel, Erde, Mensch. Im japanischen Budo geht man davon aus, dass die Energie von oben und unten, also von Himmel und Erde, abgeleitet wird. Der Menschen steht dazwischen als Leitung und Bündelung hin zu einheitlicher Kraft.

Um diese Kräfte zu nutzen bedarf es großem Verständnis und einer langen Zeit des Übens.

Nairiki und Gairiki:

Nai bedeutet innerlich Gai äußerlich, Riki bedeutet Energie, Kraft. Wir sprechen also von der äußerlichen und der innerlichen Energie die wir im Karate Do nutzen. Die Äußerliche Kraft Gairiki können wir uns als physische, muskuläre und technische Kraft vorstellen. Nairiki zu entwickeln, ist ein langer und mühseliger Weg, der eines intensiven Unterrichts von Körper und Geist bedarf. Nur unter diesen Voraussetzungen können wir über unsere körperlichen Grenzen hinausgehen. Nur dann können wir einen sechsten Sinn entwickeln, der uns dazu befähigt einem Angriff vorausschauend, ja vorausahnend zu begegnen. Nur dann sind wir befähigt einen stärkeren Gegner zu besiegen.

Das Konzept von Ten Chi Jin stammt aus China. Das Symbol Ying und Yang stellt deutlich den Gedanken von Himmel, Erde, Mensch dar: Auf der einen Seite befindet sich der Himmel, auf der anderen Seite befindet sich die Erde. Die trennende Linie dazwischen stellt den Menschen dar.

Im Mythos der japanischen Schöpfung stehen die Götter Izanagi und Izanami auf der Brücke zwischen Himmel und Erde und werfen einen diamantbesetzten Speer ins Meer. Als sie ihn wieder heraus ziehen tropft Salzwasser vom Speer. Der Legende nach entsteht die herabfallenden Tropfen die ursprüngliche Landmasse Japans. Auch dies kann als Metapher für Himmel, Erde, Mensch interpretiert werden.

Die Götter im Himmel, erschaffen die Erde unter sich, während sie auf der schwebenden Brücke des Himmels stehen.  Die schwebende Brücke symbolisiert hier den Menschen.

Die Technik Gedan Barai steht ebenfalls für das Prinzip Ten Chi Jiin. Über die Ausholbewegung am Hals und die herabfallende Technik nach unten wird die Verbindung von Himmel und Erde über den ausführenden Menschen erschaffen.

Wieder ein toller Lehrgang in Potsdam

Am 19.01.2019 war es endlich soweit, der erste Lehrgang mit Lothar Ratschke (Kyoshi) startete bei unseren Freunden vom Karate Verein Potsdam 1 Preußen e.V..

Torsten Bonitz und Bernd Bartsch haben mich wieder herzlich empfangen und Bernd war bei zahlreichen Trainingseinheiten wieder ein bewehrter toller Trainingspartner. Mit dem intensiven Training rund um die Katas Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan (incl. der Übungsform Heian Sandan Renshuho) starteten wir in den Lehrgang. Später wurden die Katas Kanku Dai und Sochin intensiv studiert. Lothar Ratschke war wieder voll in seinem Element! Es war deshalb wieder ein toller sehr intensiver Tag mit vielen nützlichen Tipps und zahlreichen neuen interessanten Informationen!

Die rundum gelungene Organisation und Durchführung vom Potsdamer Team rundeten die Veranstaltung ab.

 

domo arigatou gozaimasu

Burkhard Drinkewitz

Burkhard auf dem Weihnachtslehrgang in Erfurt

Vom 30.11.2018 bis zum 01.12.2018 war es wieder soweit, unser Dojo besuchte den Weihnachtslehrgang mit unseren Meistern Lothar Ratschke und Fritz Oblinger in Erfurt. Ich stieß am Samstag dazu und konnte wieder viel lernen. Ich konnte viele Freunde und „alte“ Weggefährten treffen.
 
Insbesondere die Anwendungen zu den Kata Gankaku,  Nijûshihô und Gojūshiho Dai und zahlreiche Partnerübungen und Kombinationen haben wieder viele Anregungen für unseren weiteren Weg bereit gehalten. Das Essen im Waldhaus tat sein übriges und so war es wieder eine Reise wert!
 
Unser Dank gilt allen Helfern, ohne die ein so schöner Lehrgang nicht möglich wäre und an Lothar Ratschke und Fritz Oblinger für Ihre Gedult und Ihr Engagement.
 
 
Bis zum nächsten Mal! Burkhard Drinkewitz